Klub 27 ist ein freies Ensemble, das sich seit 2007 schwerpunktmäßig mit der EU befasst. Die Verkörperung der Mitgliedsländer durch Schauspieler, die sich in Familienaufstellungen ihrer Geschichte und konfliktreichen Gegenwart stellen, macht es möglich, komplexe Problematiken sinnlich und unterhaltsam zu veranschaulichen und empathisch nachzuvollziehen.

Die EU-Familienaufstellungen werden permanent aktualisiert, Länder werden ausgetauscht, neue Themen aufgestellt, je nachdem wie sich Konflikte verschieben oder ein Land unserer Ansicht nach gänzlich aus dem Fokus zu verschwinden droht.
Bis zum Brexit firmierte die Gruppe unter dem Namen der Autorin/Regisseurin: Katja Hensel und Ensemble. Nun „Klub 27“ in Anspielung auf seinen numerischen Status quo, seine latente Morbidität und das manchmal lässige, unverbindliche Verhalten in einem verbindlichen Bund. Die Gruppe spielt die Aufstellungen auch auf englisch und ist ansässig in Berlin.

 

Klubmitglieder

Katja Hensel

in Hamburg geboren, Ausbildung an der Schauspielschule Hamburg.

Engagements u.a. am Schauspiel Essen, bremer shakespeare company, Theater Freiburg, Zürcher Schauspielhaus, Schauspielhaus Bochum.
Mitbegründerin des Ensembles „Laborlavache“, mit dem sie „sitzen in Hamburg“ (3Sat Fernsehpreis und internationale Gastspiele), Sommergäste (Kampnagel Hamburg) und „Clavigo“ (Schauspielhaus Zürich) produzierte. Zusammenarbeit mit Jaques Lessard und Lou Simard in Kanada. Studium „szenisches Schreiben“ an der UdK Berlin. Eigenproduktion u.a. von „Wie Europa gelingt. Eine EU-Familienaufstellung“ (Gastspiele u.a am Schauspielhaus Hamburg im Rahmen des Festivals „Projektion Europa“, Volkstheater München, Schauspielhaus Stuttgart, im Mai am Schauspielhaus Wien, u.v.a.),
„Lotte und Luis“ (Koproduktion mit dem Jungen Schauspielhaus Düsseldorf),
„EU only live twice“ (Schauspielhaus Wien, Schauspiel Bonn, Schauspielhaus Hannover u.v.a.),
„Utopia TV“ (Premiere 12.7. im Theaterdiscounter Berlin).
Zahlreiche Auszeichnungen und Preise u.a. der Stella - Award für „A house full of music“ (Kategorie beste Idee / bestes Konzept), der 3Sat-Fernsehpreis beim Impulse Festival für „sitzen in Hamburg“, den Preis für beste schauspielerische Leistung beim NRW Theatertreffen für Kinder- und Jugendtheater, 2010 und 2017 das Stipendium „NAH DRAN“ des Kinder- und Jugendtheaterzentrums Frankfurt für „Önf – Womit keine Zahl rechnet“ (und 2012 für dasselbe Stück den Publikumspreis beim Heidelberger Stückemarkt),  „Haydi! Heimat!“ in Kooperation mit dem Landestheater Memmingen. Einladung 2019 zu den Mülheimer Theatertagen.

2019 erhielt sie zwei Preise für „Youtopia- ohne uns könnten wir hierbleiben“ u.a. den Brüder Grimm Preis des Landes Berlin.
Katja Hensel schreibt neben Theaterstücken auch Hörspiele und z.Z. auch an einem Roman.
Ihre Stücke wurden bereits in sechs Sprachen übersetzt.

Christian Dieterle

Christian Dieterle, geboren 1959 in Zürich, erhielt seine Schauspielausbildung an der Folkwang Universität der Künste. Erste Engagements führten ihn u. a. nach Essen und Neuss. Ab 1987 war er zehn Jahre lang Ensemblemitglied der bremer shakespeare company. Von 1997 bis 2001 lebte er freischaffend in Hamburg, mit Stückverträgen in Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven und bei den Festspielen Oppenheim. 2001/02 war er Ensemblemitglied am Luzerner Theater bei Barbara Mundel, wo er mit den Regisseuren Meret Matter, Michael Talke, Albrecht Hirche, Christoph Frick, Helena Waldmann, sowie dem Künstlerduo COM&COM arbeitete.


Seitdem ist er erneut freischaffend tätig, u.a. regelmäßig bei Vera Sturm am Zimmertheater Tübingen, in Berlin (HAU Hebbel am Ufer, Renaissance Theater, Sophiensaele, Ballhaus Naunynstraße, Heimathafen Neukölln), in Bozen, am Theater Kanton Zürich, an der Kaserne Basel („ars moriendi“ mit der Gruppe „CapriConnection“ von Anna-Sophie Mahler und scola cantorum basiliensis),am Theater Biel Solothurn, Staatstheater Cottbus, sogar theater Zürich (Soloabend über Fernando Pessoa), bei den Festspielen Zürich und den Salzburger Festspielen, am Hessischen Landestheater Marburg und beim Berliner Ensemble. Christian Dieterle lebt in Berlin.

Michael Stobbe

Michael Stobbe, wurde 1966 in Bochum geboren, absolvierte seine Schauspielausbildung 89 - 92 in Berlin und hatte sein erstes Theaterengagement am E-T-A Hoffmann Theater in Bamberg.

Von 1997 bis 2001 lebte er freischaffend in Hamburg, hat für verschiedene TV-Serien gedreht, als Synchronsprecher gearbeitet und hatte Stückverträge in Coburg und bei den Festspielen Heppenheim. Von 1997 - 2000 war er am Stadttheater in Bremerhaven engagiert.
Seit 2000 lebt und arbeitet Michael Stobbe in Berlin, er hat bei den Bad Hersfelder Festspielen gespielt und war Gast am Schlosstheater Celle für verschiedene Stücke.
Er hat die ehrenfeld-theaterproduktion gegründet, mit der er u.a. den Musikabend Lied: Gut produziert hat. Neben der Theaterarbeit ist er in vielen Film- und Werbe-Produktionen zu sehen und arbeitet außerdem als Schauspielcoach für TV Serien.
Bei Katja Hensels Uraufführungen der EU-Familienaufstellungen und den
Stücken „Klinik der schrumpfenden Städte“ und „EU only live twice“ war er
von Anfang an dabei.

Silke Buchholz

wurde in Köln geboren. Nach ihrem Abitur absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Schule des Theaters Köln.

Sie war unter anderem am Staatstheater Braunschweig, Residenztheater München, Landestheater Linz, Theater Konstanz, Bremer Theater, am Saarländischen Staatstheater und am Theater Neumarkt in Zürich engagiert. Sie arbeitet bei verschiedenen Sendern als Sprecherin und ist Mitbegründerin der Theater-/Performancegruppe »Landesbühne Berlin«.

Mit der Stückentwicklung »Islands« (Koproduktion Théâtre sans Frontières, Theater Wahlverwandte, MBC Gestion Cultural Tenerife, Persona Theatre Cyprus) tourte sie durch England, Zypern und die Kanaren. 2015 sie in der Produktion "Give-A-way" (Alexandra Holtsch) in der Tischlerei der Deutschen Oper Berlin mit. In den Jahren 2012 bis 2017 gastierte sie immer wieder am Saarländischen Staatstheater, wo sie unter anderem als "Jenny" in der Dreigroschenoper (Regie. Dagmar Schlingmann) und "Elmire" in Tartuffe (Regie: Michael Talke) zu sehen war.

Mit den freien Produktionen "Patentöchter", "#circe"  (Regie: Mirko Böttcher) und "Wie Europa gelingt (Katja Hensel)  tourte sie durch ganz Deuschland. Ab Herbst 2017 spielte sie den Soloabend "Am Boden" von George Brand in Berlin und Hamburg.

Seit 2017 ist sie regelmässiger Gast bei den Freilichspielen Schwäbisch Hall.

Dort war sie unter anderem als Charlotte in "Die Wahlverwandtschaften" (Regie: Caroline Stolz) und als "Hedwig" in Wilhelm Tell

(Regie: Christian Doll) zu sehen.

2019 spielt sie  Angela Merkel in der Uraufführung "Angela I." von Katja Hensel (Regie: Stefan Otteni) in der Bremer Shakespeare Company

Uta Krause

Geboren 1968 in Stuttgart.

Nach dem Abitur absolvierte sie ihr Schauspielstudium an der Theaterakademie Spielstatt Ulm.

Erste Engagements führten sie ab 1993 ans Grillotheater Essen, die Freien Kammerspiele Magdeburg und die bremer shakespeare company (dort war sie u.a. in den „Comedian Harmonists“ (Regie P.Holzwart /R.Grünig) als Pianist Erwin Bootz zu sehen.

Von 2001- 2006 spielte sie am Staatstheater Stuttgart (u.a. „ Die Konrad “ in Thomas Bernhards „Kalkwerk“, Regie Sandra Strunz) am Schauspiel Frankfurt und Staatstheater Hannover und war Ensemblemitglied am Zimmertheater Tübingen und am Theater Luzern. Dort lernte sie die Puppenspielerinnen Patricia Christmann, Iris Meinhard, Dorothee Metz,Vanessa Valk und Anna Wiesemeyer kennen und spielte innig verbunden mit diesen unter der Regie von Jarg Pataki in zahlreichen Romanbearbeitungen u.a. Lisa Benjamenta in „Jakob von Gunthen“von Robert Walser.

Mit Christian Dieterle und Christian Kaiser wirkte sie am Zimmertheater Tübingen u.a. in den „Goldbergvariationen“ von George Tabori und in Ernst Jandls Sprechoper „ Aus der Fremde“ mit (Regie Vera Sturm) und spielte Franz Kafkas „der Bau“ (Regie Cornelia Schönwald).In den Jahren 2006 – 2010 war sie Ensemblemitglied am Theater Freiburg und wurde als drei der „Schwarzen Jungfrauen“ von Feridun Zaimoglu (Inszenierung Enrico Stolzenburg) zu den Autorentheatertagen 2007 ins Thalia Theater Hamburg eingeladen und war u.a. in einem Solo über Petra Kelly („Fremdwerden“ Regie Jarg Pataki) zu sehen. In Freiburg lernte sie den Regisseur Uli Jäckle kennen und spielte in einem Freiland-Gemüsekrimi im Kaiserstuhl nebst einer Essiggurke eine Schnecke im Nadelstreifenanzug und beim Heersumer Sommertheater 2010 Guido Westerwelle.

Ab 2010 freischaffend - wirkte sie in Katja Hensels „Wie Europa gelingt“ als Spanien und Zypern und bei „EU-only live twice“ als Regieassistentin mit. Ab 2012 folgten Engagements am Landestheater Theater Tübingen („Martha“ in Wer hat Angst vor Virginia Woolfe /Edward Albee und Elfriede Jelineks „Winterreise“ (Regie : Jenke Nordalm). 2015 schloss sie an der „Schule für Verständigung und Gewaltfreie Kommunikation-Steyerberg“ eine Fortbildung zur Mediatorin ab.

Ab 2016 gastierte sie am Theater Erlangen und am Theater Aachen und ist seit November 2019

bei der bremer shakespeare company als Hanna Gibson in „Die Wahl- I´m not running“ von David Hare (Regie Oliver Stein) zu sehen.


Christian Kaiser

Christian Kaiser ...aus Zürich. Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Nach fünf Jahren am Theater in Ingolstadt und in Essen, wurde er 1989 Mitglied der bremer shakespeare company, wo er fast zehn Jahre spielte und arbeitete. Jetzt wohnt er in Berlin und arbeitet als freier Schauspieler in Berlin, Bremen, Essen, Chur, Zürich, Kempten und anderen schönen Städten.In letzter Zeit war er zu sehen am bremer kriminal theater als Inspector Martin in EDGAR WALLACE, DIE TÜR MIT DEN SIEBEN SCHLÖSSERN, als der gejagte Richard Hannay in DIE 39 STUFEN nach Alfred Hitchcock, als Großbritannien in BORDERLINER von Katja Hensel, undauf Tournee als Bertolt Brecht in ES GEHT AUCH ANDERS, ABER SO GEHT ES AUCH, und inder Regie von Silvia Armbruster als Vater von Kleists MARQUISE VON O... und als Gatte der treulosen Emma BOVARY und darüber hinaus noch als Otto in Goethes WAHLVERWANDTSCHAFTEN.Inszenierungen: FISCH ZU VIERT, REVANCHE: MORD MIT KLEINEN FEHLERN und TERROR von Ferdinand von Schirach mit dem ehemaligen Bremer Bürgermeister Henning Scherf als Vorsitzendem. DAS GESPENST VON CANTERVILLE und DIE ZWÖLF GESCHWORENEN mit Jugendlichen in Feldbach am Zürichsee.Als nächstes wird er BENEFIZ von Ingrid Lausund an der Klibühni Chur inszenieren.Im Schweizer Fernsehen spielte er 2015 die BESTATTER-Episodenhauptrolle Albert Bitterli und ist seit 2018 in der UNSCHULDIGE der religiöse Ehemann Hanspeter an der Seite der Hauptrolle Ruth (Judith Hofmann als bester Schauspielerin 2019 der Schweizer Filmakademie). In der ARD wird er bald als vermeintlicher Wunderheiler in NOW OR NEVER zu sehen sein

Anja Goette