Borderliner.

Die neue EU-Familienaufstellung

Die Familientherapeutin hat diesmal sechs Länder eingeladen, um ein schwierigen Thema zu bearbeiten: „Grenzen sind der Schlüssel zu jeder Beziehung. Sich klar abgrenzen können und trotzdem durchlässig bleiben, das ist eine hohe Kunst, aber die kann man lernen.“

Historische, nationale, regionale, gefühlte Grenzen – alles kommt auf den Tisch und wird bearbeitet.


mit Christian Dieterle/­Andreas Erfurth (Finnland),
Christian Kaiser (Groß­britannien),
Andreas Erfurth/Uta Krause (Zypern),
Silke Buchholz/Barbara Wurster(Spanien),
Micha Stobbe (Polen),
Tilla Kratochwil (Tschechien)
Katja Hensel (Therapeutin)

Text: Katja Hensel

Regie: Carsten Golbeck
Produktions­leitung: Anja Goette














Presse

...„Am Ende gelingt es den sieben Ländern, sich vor der Identität des jeweils anderen gemeinsam zu verneigen und den Blick zu wenden, auf die Herausforderungen zu schauen, die die ganze Gemeinschaft betreffen. Klimawandel, Brexit, Rechtspopulisten, Rezession, Finanzkrise, Bürgerkriege, Flüchtlingsthematik – jeder Stuhl, den sie aufeinandertürmen, steht für ein Problem. Am Ende stehen sie in einer Reihe zusammen, es gibt Chips und Dosenbier und sie schauen auf diesen Berg an Problemen. Wie dieses Schlussbild zu interpretieren ist? Darüber gab es durchaus unterschiedliche Meinungen, auch unter den erfreulich vielen jungen Zuschauern.

Die Menschen inspiriert durch das Theaterstück mit den Schauspielern, den EU-Experten und miteinander über Europa ins Gespräch zu bringen, sei gelungen.

Einfach toll, dass die Auseinandersetzung mit der Europäischen Union trotz der aktuellen Konfliktthemen für so viele Menschen unterschiedlichen Alters anziehend gewesen sei und eine so große Zustimmung erfahren habe, freute sich Gandenberger mit dem Geschäftsführer des Internationalen Forums, Martin Eckhard....“ mehr
Schwarzwälder Bote, Jeanette Töger


„...Sprachliche Missverständnisse und Doppeldeutungen vermitteln Wahrheiten in diesem witzigen, unterhaltsamen und teils grotesken Stück, das nie den ernsten Kern aus den Augen verliert. Mit der zunehmend ratlosen Therapeutin erfährt das Publikum, wie gespalten und unversöhnlich die Länder sind, welche Traumata nie bewältigt wurden und wo Ressentiments aufeinanderprallen. Dabei sind gerade mal sechs Kandidaten gekommen...“ mehr
Rheinische Post, Monika Klein



Wie Europa ge­lingt.
Eine EU-­Fami­lien­auf­stel­lung

Die Ver­fas­sung liegt auf Eis. Eine Reform ist auf dem Weg, doch Einig­keit sieht anders aus: Die euro­päische Fami­lie reibt sich auf. Zeit für die

EU-­Fami­lien­the­rapeu­tin Inga Hell: Für ihre erste Sit­zung hat sie acht alte und neue EU-­Mit­glieds­länder ein­bestellt, um in ge­mein­schaft­lichen

Auf­stel­lungen den akuten Be­find­lich­keiten und lang­wierigen Kon­flik­ten jeder Nation auf den Grund zu gehen und sie alle auf ein stabiles JA

zur EU hin­zu­thera­pieren. Eine kom­plika­tions­reiche Opera­tion am Herzen Euro­pas.


mit Christian Dieterle/­Andreas Erfurth (Finnland),
Christian Kaiser (Groß­britannien),
Sven Philipp (Zypern),
Uta Krause/­Silke Buchholz (Spanien),
Sanne Schnapp (Slowenien),
Micha Stobbe (Polen),
Barbara Wurster (Estland),
Katja Hensel (Therapeutin)

Text und Regie: Katja Hensel,
Produktions­leitung: Anja Goette

Bisherige Vorstellungen

  • Schauspielhaus Hamburg/Festival Projektion Europa
  • Münchner Volkstheater
  • Concordia Bremen
  • Universität Freiburg und Karlsruhe
  • Theatersommer Idar-Oberstein
  • Europäisches Haus Berlin
  • Allianz Stiftung
  • Körber Stiftung
  • Alter Plenarsaal/Bonn
  • Staatsschauspiel Stuttgart/Orientexpress



Presse

„Dar­stellerin Katja Hensel, zu­gleich Autorin des Stücks, spielte lus­voll mit Klischees: Indem sie typische Theater­qualitäten, den Entwurf einer Figur, die Psycho­logisie­rung, auf ein so abs­traktes Konstrukt wie die Euro­päische Union und ihre Mit­glieds­länder übertrug, ent­standen Assozia­tionen und Er­kennt­nisse, die über das bloß Sag­bare wie etwa einen auf­klärerischen Zeitungs­artikel weit hinaus­gehen. "Wie Europa gelingt", ur­sprüng­lich produziert für die Berliner Sophien­säle und erst im letzten Moment zum Hamburger Festival ein­geladen, war einer seiner Höhe­punkte.“
DLF-Fazit, Elske Brault


„Den Streit der EU-­Mitglieds­sländer über die auf Eis gelegte Ver­fassung versucht Katja Hensel als Autorin und energische Thera­peutin in einer Gruppen­sitzung zu klären und zu schlichten. Im Rang­foyer führt sie komisch und zugleich informativ mit den Klienten aus Zypern, Finnland, Holland, Litauen, Malta, Polen, Spanien vor, wie Europa gelingt. Sie gerät dabei selber in eine Iden­titäts­krise und steht wie nicht anders zu er­warten am Schluss wieder allein und ver­lassen da. Typisch europäisch!“
Hamburger Abendblatt,  Klaus Witzeling


„Das En­semble glänzt mit köstlichen Typen. So komisch kann Poli­tik auf der Bühne sein.“
Abendzeitung München



EU only live twice

Die EU-­Parla­menta­rierin Katrin Petschmann ist am Ende: Die poli­tischen Visio­nen zerbröseln ebenso wie das Privat­leben, der Körper streikt, die Zeit rennt davon. Sie sucht sich eine Doppel­gängerin und brilliert mit zwei­facher Identität in Brüssel und Zuhause.
Vorerst.
Katja Hensel arbeitet seit Jahren in euro­päischen Kontexten und hat für diese Arbeit lange in Brüssel, Straß­burg und Berlin recher­chiert sowie Inter­views mit Eu­ropa­poli­tikern geführt. Herausgekommen ist nicht nur eine persönliche und schonungslose Sicht auf die Arbeit der EU, sondern ebenso eine Re­flexion über die perma­nente Reibung von poli­tischer und sozialer Verant­wortung und dem Rückzug ins Private.

Mit Silke Buchholz, Christian Dieterle, Katja Hensel, Michael Stobbe

Regie: Uta Krause
Text und Co-Regie: Katja Hensel
Ausstattung: Stefan Oppenländer
Musik: Crack of Doom
Produ­ktions­leitung: Anja Goette

Gefördert durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung, Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung


Bisherige Vorstellungen

  • Schauspielhaus Wien
  • Heimathafen Neukoelln
  • Bremer Shakespeare Company, Köthen (Schloß Köthen)
  • Schauspiel Hannover/Ballhof 2
  • Stuttgart (Theater tri-bühne)
  • Karlsruhe (Tollhaus)


Presse

“Das Theater­stück EU only live twice ist sehr amüsant, klug und beste Unter­haltung. Katja Hensel präsen­tiert die verschi­edenen Dilemmata einer ambitio­nierten EU-­Parlamen­tarierin wirk­lich über­zeugend. Schau­spielerisch ebenso exzellent sind die weiteren Dar­steller als Wahl­kreis­assis­tentin, Neuro­loge und Ehemann. Dabei ist EU only live twice nicht ohne Empathie für kultu­relle und demokra­tische Werte Europas und die Arbeit der EU. Ich wünsche dem Stück viel Erfolg und viel Publikum!“
Karl-Erik Norrman, General­sekretär Euro­päisches Kultur­parlament (ECP),


“Dienstag Eröff­nung der nord­deutschen Tanz­theater­tage, nachmit­tags Kaffee und Kuchen in der Kultur­scheune Hummelmoor. Mittwoch Richtfest der Europa­schule, abends Kartoffel­schmaus im Rathaus­keller. Ein Termin­kalender, den man seinem ärgsten Feind nicht wünschen würde. Alltag für die Europa-­Abgeordnete Katrin Petschmann. Das Bizarre ist: Die Frau brennt trotzdem für ihren Job. Eine sehr ungewöhn­liche Theater­heldin, diese Frau Petschmann, Protago­nistin des Stücks EU only live twice. (...) Hensel besitzt ein außer­gewöhn­liches Talent: noch die abstrak­testen poli­tischen Vorgänge auf einer persön­lichen Ebene zu spiegeln und darüber anschaulich zu machen.”
Patrick Wildermann, “Der Tagesspiegel”,


“Ein Drama mit zwei Hand­lungs­strängen: Psycho­logie und Politik, Drama und Realität, Yasmina Reza und Robert Menasse, der “Gott des Gemetzels” den “Euro­päischen Landboten” (...) Absurd, aber nicht ohne Logik, Turbu­lenzen, Kolli­sionen inklusive.”
Werner Perger, “Falter”, Wien